Senioren-Boom in sozialen Netzwerken

Jeder kennt es: Menschen verlieren sich aus den Augen. Doch war es früher schwer den Kontakt zu halten, ist es heute eine Leichtigkeit, Personen per Internet ausfindig zu machen.

Und die Altersspanne der Internet-User wird von Jahr zu Jahr größer. Nutzer werden jünger, aber auch älter. Vor allem in der Generation 50 plus ist das Internet als Freundschafts-Netzwerk sehr beliebt. Einer Studie des US-Forschungsinstituts Forrester Research zufolge ist es die Gruppe der Generation 50 plus, die in den sozialen Netzwerken am schnellsten wächst. Sie laden Fotos hoch, schreiben Nachrichten an ihre Kinder oder gar Enkel und halten Kontakt zu den Bekannten aus dem vergangenen Urlaub. In Deutschland sind immerhin 120.000 der 4,3 Millionen Facebook-Mitglieder älter als 50 Jahre.

Bereits 40 Prozent der Internet-User zwischen 65 und 69 Jahren sind Mitglied eines sozialen Netzwerkes. Das ist ein Anstieg um 23 Prozent in den vergangenen zwei Jahren. Zwischen 50 und 69 Jahre sind mittlerweile sogar schon 60 Prozent bei einem Netzwerk angemeldet. Bei der Nutzung der Plattformen erfreuen sich die älteren Mitglieder vor allem an dem Nachrichtenversand, dem Chatten mit Freunden und dem Hochladen von Fotos.

Doch das Netz ist nicht das Hausmedium der Generation 50 plus. Sie sind mit Radio und Fernsehen groß geworden. Daher herrscht teilweise eine „kultureller Fremdheit“. Senioren sind meist eher defensiv eingestellt und treten daher passiver auf. Während sich Jugendliche oft mehrere Stunden pro Tag im Internet tummeln, nutzen es Ältere sehr gezielt und kontrolliert. Sie holen sich zusätzliche Informationen, kaufen ein bisschen ein – und kommunizieren vor allem gern.

Und dazu sage ich: I like!

 

Juliane Schneider

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